In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Vor- und Nachteile der Entwicklung einer Progressive Web App. Wir werden PWAs auch mit Alternativen vergleichen und einen Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen in diesem Bereich geben.
Was sind Progressive Web Apps?
Progressive Web Apps (PWAs) sind Websites, die moderne Webfähigkeiten nutzen, um ein Benutzererlebnis ähnlich wie native Apps zu bieten, ohne dass eine separate App entwickelt werden muss. Sie bieten Funktionen wie Offline-Funktionalität, Push-Benachrichtigungen und Zugriff auf Gerätehardware, während sie direkt vom Startbildschirm des Geräts aus zugänglich sind. Während die PWA in einem Browser läuft, kann die Benutzeroberfläche so angepasst werden, dass sie mehr wie eine native App aussieht, zum Beispiel indem sie als scheinbar separate App zum Browser geöffnet wird, die auch keine URL-Leiste und andere Navigationselemente des Browsers enthält.
Die Vorteile von PWAs
Plattformübergreifende Kompatibilität: PWAs funktionieren nahtlos auf verschiedenen Plattformen und Geräten, einschließlich Desktops, Smartphones und Tablets. Dies reduziert die Entwicklungszeit und -kosten und sorgt für ein konsistentes Benutzererlebnis auf verschiedenen Geräten und Betriebssystemen.
Offline-Funktionalität: PWAs können teilweise offline oder mit einer schlechten Internetverbindung funktionieren, indem sie Inhalte im Voraus zwischenspeichern.
App-ähnliches Erlebnis: PWAs bieten ein app-ähnliches Erlebnis, ohne dass Benutzer sie aus einem App-Store herunterladen und installieren müssen. Sie können direkt vom Browser aus zum Startbildschirm hinzugefügt werden, sodass Benutzer mit einem einzigen Tipp oder Klick darauf zugreifen können. Diese Bequemlichkeit fördert eine höhere Benutzerakzeptanz und -bindung.
- Push-Benachrichtigungen: Mit einer PWA kannst du Push-Benachrichtigungen an deine Benutzer senden, was ein großartiges Werkzeug zur Steigerung von Engagement und Bindung ist.
Probleme mit PWAs
Eingeschränkte Plattformintegration: Trotz ihrer plattformübergreifenden Kompatibilität können PWAs möglicherweise nicht vollständig mit bestimmten Gerätefunktionen und -eigenschaften integriert werden. Einige Funktionen bleiben nativen Apps vorbehalten.
Keine App-Store-Präsenz: Im Gegensatz zu nativen Apps sind PWAs nicht in traditionellen App-Stores (z.B. dem Apple App Store und dem Google Play Store) gelistet, was ihre Sichtbarkeit und Auffindbarkeit bei Benutzern einschränkt. Viele Benutzer werden versuchen, deine App in den App-Stores zu suchen, wenn du ihnen mitteilst, dass du eine App anbietest. Wenn du möchtest, dass deine PWA auch in den App-Stores verfügbar ist, musst du sie in eine native App umwandeln.
- Zusätzlicher Entwicklungsaufwand: Obwohl es einfacher ist, eine bestehende Website in eine PWA zu verwandeln, als eine eigenständige native App zu erstellen, kostet es dennoch mehr Zeit und Geld als die Website mit einer No-Code-Lösung in eine App zu verwandeln.
Benutzerbewusstsein und -akzeptanz: Trotz ihrer potenziellen Vorteile sind die meisten Benutzer mit PWAs nicht vertraut oder bevorzugen native Apps. Benutzer darüber aufzuklären, wie man eine PWA installiert, ist schwierig, da Benutzer nur wissen, wie man Apps über die App-Stores installiert.
Die Kombination dieser Probleme führt zu einer extrem niedrigen Nutzung von PWAs. Tatsächlich sind die Installationsraten so niedrig, dass es anscheinend keine Statistiken darüber gibt. Anstatt dir jetzt eine Statistik zu zeigen, ermutige ich dich, in deinem Freundes- und Familienkreis nachzufragen, ob du jemanden findest, der eine PWA installiert hat.
Apple und PWAs: Eine komplizierte Beziehung
Einer der Gründe für die oben erwähnte geringe Nutzung von Progressive Web Apps ist ihre mittelmäßige Unterstützung auf iPhones und iPads. Apple war extrem langsam bei der Unterstützung von PWAs auf ihren Plattformen, was die Akzeptanz behindert hat. Zum Beispiel war es lange Zeit nicht möglich, Push-Benachrichtigungen an Benutzer zu senden - eine der wichtigsten Funktionen von PWAs.
Anfang 2024 kündigte Apple sogar an, die Unterstützung für PWAs aufgrund der geringen Nutzung vollständig zu entfernen. Nach erheblichem Widerstand von Benutzern haben sie einen Rückzieher gemacht. Aber es zeigt, dass Apple PWAs einfach nach Belieben entfernen könnte.
Beeinflussen die Einschränkungen von PWAs webtoapp.design?
Nein, Apps, die mit webtoapp.design erstellt wurden, sind völlig unberührt von den Einschränkungen, die Apple auf Progressive Web Apps legt. Das liegt daran, dass wir dir ermöglichen, eine "echte" App zu erstellen, die deine Website anzeigt. Auf diese Weise können wir viele der Nachteile von PWAs vermeiden:
- Die App ist tatsächlich vom Browser getrennt
- Benutzer bleiben in ihrem Konto angemeldet, genau wie auf deiner Website
- Du kannst Push-Benachrichtigungen senden
- Du kannst deine App in den App-Stores veröffentlichen, sodass Benutzer sie leicht finden und installieren können
Schlussfolgerung
Obwohl ich persönlich ein Befürworter des offenen Webs bin, zu dem auch PWAs gehören, denke ich nicht, dass sie derzeit eine praktikable Option sind. Selbst wenn du nur Android anvisieren möchtest (da PWAs auf iOS jetzt praktisch unbrauchbar sind), wären die geringe Nutzung und die Schwierigkeiten der Benutzer bei der Installation ein K.-o.-Kriterium für mich.
Wenn du noch unentschlossen bist, ob du eine native App oder eine PWA entwickeln sollst, weil du glaubst, dass die Beliebtheit von PWAs bald steigen wird, dann könnte webtoapp.design eine brauchbare Alternative für dich sein. Du hast nicht die langen Entwicklungszeiten oder hohen Vorabkosten wie bei der Entwicklung einer komplett nativen App, aber du erhältst viele ihrer Vorteile. Es lohnt sich, selbst wenn du es nur als temporäre Lösung betrachtest. Sobald du mit deiner nativen App bereit bist, kannst du sie als Update in den App-Stores veröffentlichen, um die mit webtoapp.design erstellte App zu ersetzen. Auf diese Weise erhalten alle deine bestehenden Nutzer automatisch die neue App.
